Zu den Schulabbrecher*innenzahlen in Schleswig-Holstein sagt der Sprecher der Grünen Jugend Schleswig-Holstein, Lasse Petersdotter:

Dass die CDU-Abgeordnete Franzen jetzt versucht ihren Kampf für die Gymnasien auch noch auf dem Rücken der Schulabbrecher*innen zu führen ist schon reichlich perfide. Es ist nicht eine angebliche „bildungspolitische Gleichmacherei“ der Landesregierung, die Schulabbrüche befördern, sondern viel mehr das verkrampfte Festhalten an alten Strukturen und der Anspruch des „unter sich bleibens“ angeblicher Bildungseliten.

Die Anzahl derer, die Frau Franzens Argumentation folgend, aufgrund angeblicher Qualitätsmängel die Schulen verlassen, dürfte sehr gering sein. Unser Problem ist, dass es Schüler*innen gibt, die das Vertrauen in die Bildungsgesellschaft verloren haben und der Geschichte, sozialen Aufstieg durch Bildung zu erreichen, nicht mehr glauben. Das stellt uns vor eine Entscheidung:

Entweder, wir versuchen die Geschichte einfach weiter zu wiederholen, auch wenn Studien zur Undurchlässigkeit unseres Bildungssystems immer wieder das Gegenteil beweisen, oder wir sorgen dafür, dass Bildung wieder Perspektiven schafft!

Zudem darf ein Schulabbruch kein endgültiger Knick in der Bildungslaufbahn eines Menschen sein. Programme, die Rückkehroptionen oder das Erreichen von Abschlüssen auf anderem Wege ermöglichen, können den entscheidenden Unterschied machen. Diese Programme müssen ausgebaut und den Bedürfnissen der Abbrecher*innen angepasst werden.

Hohe Schulabbrecher*innenquoten sind nicht nur ein schulpolitisches Warnsignal, sondern viel mehr ein gesamtgesellschaftliches.

Die Küstenkoalition konnte einen bundesweit anhaltenden Trend zum Anstieg der Abbrecher*innenquote stoppen. Insbesondere die Inklusionspolitik der Küstenkoalition trägt hier offensichtlich erste Früchte.

 

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