DER WILDSCHWEINZAUN MUSS SO SCHNELL WIE MÖGLICH WIEDER ENTFERNT WERDEN

Zur Errichtung des sogenannten Wildschweinzauns an der Deutsch-Dänischen Grenze erklärt Finn Petersen, Sprecher der Grünen Jugend Schleswig-Holstein:

Gerade in einem Europawahl-Jahr ist die Errichtung eines Zauns an einer inneneuropäischen Grenze ein fatales Zeichen für den Zustand der Europäischen Union. Der Grenzzaun und die lächerliche Begründung passen ins Bild der sich immer weiter auf Abschottung und Kleinstaaterei fokussierenden dänischen Regierung. Alle überzeugten Europäer*innen auf beiden Seiten der Grenze sollten sich gegen diesen Zaun und seine Auftraggeber*innen stellen. Die Landes- und Bundesregierung muss sich dafür einsetzten, dass der Grenzzaun im Sinne einer zusammenwachsenden Grenzregion und eines zusammenwachsenden Europas so schnell wie möglich wieder entfernt wird.

Hannah Wolf, Sprecherin der Grünen Jugend Schleswig-Holstein, ergänzt zur Begründung der dänischen Regierung:

Der sogenannte Wildschweinzaun kann fachlich nicht legitimiert werden. Die Wildschweine werden durch die zahlreichen Lücken in der 70km langen Grenzanlage weiterhin ihren Weg nach Dänemark finden. Wer effektiv etwas gegen die afrikanische Schweinepest unternehmen möchte, der muss beispielsweise Tiertransporte abschaffen oder mindestens einschränken, auch weggeworfene Lebensmittel können schon problematisch sein. Im Gegenteil zum gewünschten Erfolg, wird diese Maßnahme für anderen Tiere erhebliche Schwierigkeiten bereiten und das Ziel von grenzüberschreitenden Naturräumen nachhaltig stören. Daher unterstützen wir die Petition der dänischen Umweltverbände gegen den Bau des Wildschweinzauns, die in den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments eingebracht wurde.