30 Jahre GJ SH – Still fighting for Weltrevolution!

 

Vor 30 Jahren haben wir uns als erster Landesverband in Schleswig-Holstein gegründet. Seitdem ist viel passiert, wir waren in den verschiedensten politischen Konstellationen aktiv und haben einiges erreicht. Doch es gibt noch viel zu tun!

 

Klimaschutz ist Meeresschutz.

Der Klimawandel verändert unsere Meere, denn die Erderwärmung hat gravierende Folgen in den komplexen Wirkungszusammenhängen des Ökosystems Meer, dabei ist der symbolische (sinnbildliche) einsame Eisbär nur eine der traurigen Perspektiven. Seit Jahren steigt der Meeresspiegel jährlich, die Meere heizen auf, in Folge dessen wird das System empfindlich gestört oder sogar geschädigt, dabei kann nur ein intaktes Meeresökosystem den Folgen des Klimawandels trotzen. Der Schutz der Meere ist uns daher besonders wichtig.

Klimaschutz ist Tierschutz.

Die Nutztierhaltung trägt mit dem Ausstoß von, prozentual mehr klimawirksamen Gasen als das Transportwesen, maßgeblich zur globalen Klimaerwärmung bei. Dazu kommt die Abholzung von Wald für Weidefläche und Futtermittelanbau weltweit. Auch Bio- Produkte stellen für uns keine Lösung da. Trotz einzuhaltender Mindeststandards bleibt auch die biologische Tierhaltung ressourcenintensiv und umweltschädlich. Daher fordern wir die Menge des Konsums und die Herstellung von tierischen Produkten mittelfristig erheblich zu reduzieren, langfristig muss Massentierhaltung generell unterbunden werden.

Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein

Die Energiewende meint mehr als den Ausstieg aus Atomstrom und den Ersatz durch Erneuerbare Energien. Wir fordern neben dem Ausstieg aus Atomenergie und Kohle, auch den Verzicht auf Öl und Gas. Damit Schleswig-Holstein die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% und um 80-95% bis 2050 reduzieren kann, muss der Ausbau von erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Solar-und Windenergie an Land und auf See weiter voran getrieben werden. Seit 2015 liegt die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein höher als der Bruttostromverbrauch, Bundesweit gehen wir damit als gutes Vorbild voran.

 

Antifaschismus

Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Homofeindlichkeit und anderem menschenverachtenden Gedankengut muss entschieden entgegengetreten werden. Wir wollen menschenfeindliche Strömungen bekämpfen, die inzwischen ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft gefunden haben. Wir kämpfen für ein gesellschaftliches Klima der Anerkennung und fordern mehr als nur Toleranz für unsere Mitmenschen. Deutschland ist ein multikulturelles Einwanderungsland und muss sich seiner Verantwortung gegenüber allen hier lebenden Menschen stellen. Wir wollen die Ängste der Menschen ernst nehmen, können diese jedoch nicht als Entschuldigung für menschenverachtende Parolen akzeptieren!

Daher brauchen wir…

…progressive Mehrheiten im Landtag

Wir kämpfen gemeinsam mit anderen progressiven Organisationen für progressive, linke Mehrheiten, da sie unser wirkungsvollster Schlüssel zu mehr Veränderung in Schleswig-Holstein. Progressive Parteien müssen auch im Parlament klare Kante gegen rechts zeigen. Besonders hier sind wir als GRÜNE JUGEND gefordert, den Grünen im Landtag immer wieder auf die Finger zu schauen

…klare Position für eine offene Gesellschaft

Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Positionierung gegen Rechts und für eine bunte Gesellschaft. Das ist unser unveränderbarer Konsens. Wir verhandeln nicht mit Faschist*innen und anderen Antidemokrat*innen.

…strukturelle Diskriminierungen bekämpfen

Wir wollen ein Schleswig-Holstein, dessen Polizei kein Racial Profiling praktiziert und, in dem jeder Mensch, der möchte, Asyl genießen kann. Wir stellen uns klar gegen jede Abschiebung und gegen die Abschottung der Festung Europa.

 

Querfeminismus

Nach der Me-Too Debatte wollen wir uns nicht ausruhen, denn Sexismus und sexualisierte Gewalt sind noch immer strukturell im Alltag unserer Gesellschaft verankert. Wir wollen uns weiterhin für die Rechte von Frauen* stark machen. Außerdem setzen wir uns für die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ein. In unserem Augenmerk steht das Ziel einer Gesellschaft, in der es mehr geben darf als Mann oder Frau und auch mehr als die Liebe zwischen Mann und Frau. Wir setzen der Heteronormativität der Gesellschaft eine Wertschätzung der Vielfalt entgegen.

Daher brauchen wir…

…Rechte für LGBTIQ*

Es muss endlich in der Mehrheitsgesellschaft ankommen, dass es mehr als zwei Geschlechter und unzählige Arten zu leben und lieben gibt! Diese muss auch in Form eines positiven dritten Geschlechtseintrages möglich sein und in der Gesetzgebung verankert werden.

…Ächtung der Operationen von intergeschlechtlichen Menschen

Noch immer werden in Deutschland intersexuelle Kinder direkt nach der Geburt operiert, um sich an das heteronorme System unserer Gesellschaft anzupassen. Wir wollen, dass intersexuelle Menschen, wenn sie alt genug sind, selbst entscheiden können, welchem Geschlecht oder auch, dass sie gar keinem Geschlecht angehören wollen.

…eine Veränderung der Gesellschaft.

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass der §219 a endlich abgeschafft wird, dass selbstbestimmte Sexarbeit als Arbeit anerkannt wird, dass Frauen* selbst über ihren Körper bestimmen können. Weiterhin wollen wir den weißen Feminismus kritisieren und uns für Intersektionalität einsetzen, denn Feminismus geht uns alle an.

 

Bildung

Wir wollen, dass jede*r gerne, ohne Stress und angstfrei lernen kann. Dazu brauchen wir mehr Gerechtigkeit und Mitbestimmung für junge Menschen.

Darum fordern wir…

…den Wirtschaft/Politik-Unterricht und einen gemeinsamen, konfessionell unabhängigen Weltkunde/Ethik-Unterricht ab der fünften Klasse, statt der Wahl zwischen konfessionellem oder Philosophie-Unterricht.

…eine besondere finanzielle Unterstützung von Schule in sozial benachteiligten Stadtteilen und demokratischer Schulen durch Stärkung der Schüler*innenvertretungen.

…eine*n zentralen Schüler*innenbeauftragte*n, die*der sich um Beschwerden über Lehrer*innen kümmert und Maßnahmen ergreifen kann.

…verbeamtete Lehrer*innen müssen bei Verfehlungen leichter kündbar werden. Wer pädagogisch nicht geeignet ist sollte nicht nur versetzt werden, sondern gar nicht mehr unterrichten dürfen.

…eine Schule für alle und ”G solange du willst”!