Lasse Petersdotter

Moin,

mein Name ist Lasse Petersdotter. Ich bin 26 Jahre alt und komme aus Kiel.

Meine Schwerpunktthemen sind Bildungspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus und Netzpolitik.

Für mich ist Politik kein Selbstzweck. Ich glaube, dass wir zurzeit in einer Zeit leben, in der wir uns entscheiden müssen, auf welcher Seite der Geschichte wir stehen möchten. Sowohl in Fragen des um sich greifenden Nationalismus, dem Hass und der massiven Ungerechtigkeit, auf der Teile unserer Gesellschaft gebaut ist, aber auch in der systematischen Zerstörung unseres Planeten und der laufenden Eskalation der Klimakrise. All das fordert uns auf, Position zu beziehen. Ich habe mich entschieden dies in einer Partei zu tun, die diese Probleme erkennt, benennt und bekämpft.

Meine politische Arbeit richtet sich nach keiner Denkschule, sondern nach drei Grundwerten:

Mitgefühl: Ebensowenig wie es ein „America first“ geben darf, darf es auch kein „me first“ geben. Unser Handeln hat Auswirkungen auf Andere und dieser Umstand muss immer und überall mitgedacht werden. In der eigenen Lebensweise und in politischen Forderungen. Wir leben in einer Zeit der „Empathiekrise“, uns scheint als Gesellschaft die Fähigkeit, in andere hineinzufühlen ein stückweit abhanden gekommen zu sein. Aus dieser Krise hilft nur eins: Mitgefühl.
Zorn: Trotz meines jungen Alters stecken mir andere Erfahrungen in den Knochen, als vielen anderen, die sich auf den politischen Pakett bewegen. Das, was über Jahre in meinem Leben von Nachteil war, entwickelt sich jetzt zum Vorteil. Aber es zog auch nicht spurlos an mir vorbei. Vor jedem Engagement steht die Information und nach Bewertung der Information gelegentlich auch die Empörung. Ich habe einen gewissen Zorn entwickelt, über die deutschen Verhältnisse, die Ausbeutung der Umwelt und den marktradikalen Ungerechtigkeitssinn, der über Jahrzehnte das Fundament dafür gelegt haben, dass Menschen mit harter Arbeit zu wenig verdienen, Kinder und Heranwachsende im Bildungssystem eben nicht die gleichen Chancen haben und sich eine „Not in my backyard“-Stimmung der Verantwortungslosigkeit breit gemacht hat. Zorn ist hier nicht mit Wut zu verwechseln, Wut ist häufig blind, Zorn kann ein konstruktiver Motor für die richtige Sache sein. Im Sinne von Papst Gregor dem Großen: „Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.“
Humor: Bei aller Ernsthaftigkeit der Umstände, ist es mein Ziel, den Humor nicht zu verlieren. Er ist ungemein hilfreich im Umgang mit all dem Fiesen, Schäbigen und Falschen. Er ist aber auch ein Mittel, um einer Situation die Maske zu entreißen. Manchmal mag mein Humor respektlos wirken… das ist dann häufig auch so gewollt.
Es war in meinem Leben kein vorgezeichneter Weg, dass ich das tue, was ich heute tue. Eigentlich hat sogar Vieles dagegen gesprochen. Und doch ist es so gekommen und es fühlt sich verdammt richtig an. Und jetzt freue ich mich auf die wohl spannendste Zeit meines Lebens!

Meine Bewerbungsrede: