Beschlüsse der Grünen Jugend SH:

LMV 2015/2 Divestment

LMV 2015/1 Still not lovin‘ Atomkraft!

LMV 2015/1 Spritsteuer fällt und fällt und…!

Massentierhaltung

Die industrielle Massentierhaltung hat mit den Bildern, die häufig die Produktverpackungen ihrer Erzeugnisse zieren, in der Regel überhaupt nichts zu tun. Bilder glücklicher Kühe auf Weiden, im Boden scharrender Hühner und an der frischen Luft im Matsch wühlender Schweine sind Teil einer ablenkenden Werbeindustrie, die die Konsequenzen unseres Konsums vertuschen möchte. Mit diesem falschen Spiel muss endlich Schluss sein!

Unsere Ziele:

  • Eine verpflichtende eindeutige Kennzeichnung zu Haltungsbedingungen und Herkunft tierischer Erzeugnisse!
  • Verbot irreführender, Verbraucher*innen täuschender Werbung.

In der Massentierhaltung werden Tiere nicht als Lebewesen, sondern als Produkt gesehen. Dieses Produkt wird, der Logik des freien Marktes entsprechend, bedingungslos diesen Regeln angepasst.

Unsere Ziele:

  • Tiere sollen nicht länger nur als Produkt gesehen werden und wir setzen uns daher für mehr Sensibilisierung für Tierprodukte ein.
  • Die Zuchtindustrie aufhalten! Die genetische Manipulation hat jeden Bezug zu den Bedürfnissen der Tiere verloren und dient nur noch dem wirtschaftlichen Zweck.
  • Die Idee, die Schleswig-Holsteinische Landwirtschaft müsse die Welt ernähren, ist eine neoliberale Utopie des Bauernverbandes. Sie ist zum Scheitern verurteilt und zerstört die Eigenständigkeit vieler Länder im globalen Süden. Der Export-Fetisch muss enden und gerechte Regeln und Rahmen eingeführt werden!
  • Mehr unangekündigte Kontrollen in Betrieben.

Das Ziel muss bleiben, Massentierhaltung generell zu unterbinden. Dieses Ziel kann nicht von heute auf morgen erreicht werden. Wir müssen den Prozess allerdings bereits jetzt einleiten. Darum müssen die unterschiedlichen Konzepte zur Überwindung der Massentierhaltung auf den Tisch gelegt und geprüft werden.

Deshalb fordern wir:

  • Eine Expert*innenkommission zur Überwindung der Massentierhaltung. Teil dieser Kommission sollen neben dem Bauernverband, dem Landwirtschaftsministerium und dem Agrarausschuss des Landtages auch Tierschutzverbände wie Provieh und Experten aus der Wissenschaft sein.
  • Eine zeitnahe Festlegung einer maximalen Anzahl zulässig zu haltender Tiere je Stall/Gruppe. Diese Zahl soll sich an den Bedürfnissen der jeweiligen „Nutztiere“ orientieren.

Beschlossen am 22. Oktober 2016 auf der Landesmitgliederversammlung,
veröffentlicht am 16. November 2016,
zuletzt lektoriell bearbeitet am 17. November 2016.